Warum ist das Buchweizenmehl gekeimt?

Der Keimprozess aktiviert enzymatische Prozesse im vollen Korn des Buchweizens. Dadurch verändert sich die Zusammensetzung des Korns, es erwacht zum Leben.

Durch den Keimprozess wird zum Beispiel Phytinsäure abgebaut. Phytinsäure ist ein pflanzlicher Stoff, der Mineralstoffe wie Eisen, Zink, Calcium oder Magnesium binden kann und so deren Aufnahme im menschlichen Körper erschwert.

Außerdem werden Amylasen aktiv. Amylasen werden auch bei der Verdauung von Kohlenhydraten im menschlichen Körper aus den Speicheldrüsen im Mund und der Bauchspeicheldrüse freigesetzt. Die bei der Keimung entstehenden Amylasen verrichten die gleiche Arbeit wie unsere Verdauungsenzyme und leisten so eine „Vorverdauung“ des Vollkornprodukts.